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Linoleum: Verlegung von Linoleumböden

Notwendiges Verlege-Material
Hammer, Schlagklotz, Elektro- oder Stichsäge, Zollstock, Bleistift, Zugeisen, Winkel, evtl. PE-Folie 0,2 mm, Abstandskeile.

Vor der Verlegung

Warenprüfung
Bitte kontrollieren Sie die Ware vor der Verarbeitung genau auf erkennbare Mängel. Sollten beim späteren Verlegen irgendwelche Mängel erkennbar werden, so ist die Weiterverarbeitung sofort einzustellen, damit die Ware ggf. begutachtet oder umgetauscht werden kann. Spätere Beanstandungen können nicht anerkannt werden.

Akklimatisierung/ Raumklima
Der Linoleumboden muss vor der Verlegung mindestens 48 Stunden im geschlossenen Karton im später zu verlegenden Raum bei einer Raumtemperatur von ca. 18°C lagern. Die Raumtemperatur muss auch während der Verlegung etwa 18°C bei einer Luftfeuchtigkeit von 55% bis 65% betragen.
Achten Sie bitte darauf, dass auch nach der Verlegung die relative Luftfeuchte konstant zwischen 50% bis 60%, bei einer Raumtemperatur von 20°C bis 22°C, liegt. Sie tragen dadurch nicht nur zur Werterhaltung Ihres Naturbodens, sondern auch zu ihrem eigenen Wohlbefinden bei.

Unterboden
Bei der schwimmenden Verlegung eines Naturbodens mit Click-Verbindung kommt es im besonderen Maße auf den vorhandenen Unterboden an. Vorhandene Teppichböden, auch wenn diese verklebt sind, bieten dem Linoleumboden zu viel Bewegung, die immer zu Lasten der Fuge bzw. Click-Verbindung geht. Achten Sie darauf, dass alle weichen Altbeläge restlos entfernt werden und der Untergrund planeben ist.
Generell muss der Untergrund gemäß DIN 18356 "Parkettarbeiten" als verlegereif gelten. Auf allen Böden, aus denen Feuchtigkeit aufsteigen kann, insbesondere nicht unterkellerte, ist eine geeignete Dampfsperre (0,2 mm starke Polyethylen-Baufolie) unterzulegen, die jeweils mindestens 20 cm überlappen muss.

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Beginn der Verlegung

Linoleum ist ein Naturprodukt. Unterschiede in Struktur und Farbe sind natürliche Eigenschaften von Linoleum. Um ein möglichst einheitliches Gesamtbild des Bodens zu erzielen, empfiehlt es sich, Dielen aus den verschiedenen Paketen gemischt zu verlegen.

Dehnungsfuge
Um die "natürlichen" Bewegungen des Linoleumbodens zu gewährleisten, sind zu allen festen Konstruktionen wie Wänden, Pfeilern oder Leitungsrohren 8-10 mm breite Dehnungsfugen mit Abstandskeilen vorzusehen, die später durch die Sockelleisten abgedeckt werden. Dehnungsfugen sind ebenfalls vorzusehen bei Verlegeflächen über 10 m Länge oder 8 m Breite sowie bei Türöffnungen oder Durchgängen. In diesen Fällen setzen Sie bitte Übergangsschienen aus dem Sortiment ein.

Verlegerichtung
Normalerweise werden die Paneele in Fensterrichtung verlegt, da dadurch eventuelle Unebenheiten im Untergrund am wenigsten sichtbar sind. Bei alten Holzböden muss die Verlegung jedoch grundsätzlich quer zur Verlegerichtung des alten Belages erfolgen.

Verlegung
Kürzen Sie an der ersten Diele sowohl an der kurzen als auch an der langen Seite die Feder um das über die Deckfläche hinausragende Teil. Bei den übrigen Dielen der ersten Reihe kürzen Sie bitte nur die Feder der Längsseite.
Beginnen Sie die Verlegung in einer Ecke des Raumes und fügen Sie die folgende Diele schräg mit der Kopfseite in die bereits verlegte Diele ein.
Nachdem die erste Reihe exakt ausgerichtet wurde, beginnen sie mit dem abgesägten Reststück (letzte Diele der ersten Reihe) die Verlegung der zweiten Reihe (ebenfalls in der rechten Ecke des Raumes). Beachten Sie bitte, dass der Versatz zwischen den Endfugen der beiden Paneele mindestens 30 cm betragen sollte.
Die erste Diele der zweiten Reihe längsseitig bei ca. 20° - 30° Neigung einhebeln und mit leichtem Druck absenken. Die nächste Diele längsseitig einhebeln, wobei die Kopfseite auf der Nut der vorherigen Diele zum liegen kommt. Mit Hammer und Schlagklotz die Kopfseiten vorsichtig zusammen klopfen. Die folgenden Dielen werden ebenfalls erst längsseitig und dann kopfseitig eingeklickt.
Dieses Prinzip wird Reihe für Reihe beibehalten. Achten Sie bitte auf den erforderlichen Wandabstand von 8 - 10 mm. Die letzte Diele einer Reihe wird mit einem Zugeisen verlegt.

Türen und Zargen
Holz-, Türzargen und Türblätter um die Höhe des Fußbodens kürzen. Zwei aneinander liegende Räume müssen generell durch ein Übergangsprofil getrennt werden.
Sollten sich Heizkörperrohre im Raum befinden, gehen Sie wie folgt vor: (siehe Abbildungen in PDF-Datei)

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Nach der Verlegung

Nach der Verlegung der letzten Diele kann Ihr Naturboden sofort betreten werden. Entfernen Sie nun die eingesetzten Abstandskeile und beginnen Sie mit der Montage der Fußleisten um die umlaufende Bewegungsfuge abzudecken. Hier empfehlen sich Einlegeleisten mit dem passenden LINO-Einlegestreifen.

Vorsorgemaßnahmen
Um Kratzer, Eindruckstellen etc. zu vermeiden, sind Filzgleiter unter den Möbeln anzubringen. Stuhl- und Sesselrollen sind mit weichen Doppellenkrollen gemäß DIN EN 12529 (Räder und Rollen, Möbelrollen, Rollen für Drehstühle - Anforderungen) zu versehen. Im stark strapazierten Bereich (Schreibtisch etc.) sind Bodenschutzmatten einzusetzen.

Fußbodenheizung
Die Verlegung von Linoleumboden ist nur auf Warmwasser-Systemen zulässig. In diesem Fall sollten die einzelnen Dielen - trotz Click-Verbindung - mit geeigneten Klebstoffen in Nut und Feder verleimt werden. Vor, während und mind. 3 Tage nach der Verlegung des Linoleumbodens ist die Oberflächentemperatur der Fußbodenheizung im Bereich von 18°C zu halten. Danach kann langsam auf die Bedarfstemperatur gesteigert werden. Die Oberflächentemperatur des Linoleum-Fußbodens darf 28°C nicht überschreiten.

Bitte fordern Sie die besonderen Richtlinien für Verlegung auf Fußbodenheizung an!

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Bitte beachten!

Bei Linoleumböden kann ein sogenannter Reifeschleier auftreten, der an einer leichten Gelbfärbung, die das Linoleum aus der Herstellung mitbringt, zu erkennen ist. Direktes Sonnenlicht sorgt dafür, dass sich dieser Reifeschleier innerhalb weniger Stunden zurückbildet und die Farben noch intensiver zur Geltung kommen. Bei schlechten Lichtverhältnissen verzögert sich dieser Vorgang entsprechend.

Alle Hinweise sind als unverbindlich anzusehen und entbinden nicht von der Prüfungspflicht des Bodenlegers.

Bitte beachten Sie die Hinweise in den technischen Merkblättern.

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Eine ausführliche Verlegeanleitung mit Bildern und weiteren Hinweisen finden Sie hier:

 
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