Allgemein: Schleifen von Holzböden

 Vorbereitung zur Renovierung alter Parkett- und Holzböden
 Schleifen von Parkett- und Holzböden
 Schleifen der Ränder und Ecken
 Ausfüllen von Rillen und Fugen
 Schleifen von Dielenböden
 Was nach dem Schleifen wichtig ist
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Vorbereitung zur Renovierung alter Parkett- und Holzböden

Vorbereitung zur Renovierung alter Parkett- und Holzböden

Vor der Renovierung des Bodens sollten alle Gegenstände (Möbel, Teppiche, Vorhänge etc.) aus dem Raum entfernt werden. Falls Maler- und Tapezierarbeiten anstehen, ist es gut, wenn sie vor der Aufbereitung des Bodens beendet sind. So wird vermieden, dass später die frisch versiegelte Oberfläche durch Farbe oder Kleister beschädigt wird.

Zuerst werden die Sockelleisten entfernt. Dazu legt man einen Holzkeil zum Schutz an die Wand und schlägt mit einem Meißel oder breiten Schraubenzieher auf dessen Innenseite vorsichtig hinter die Sockelleiste, wie auf dem Bild zu sehen ist. Durch Hin- und Herbewegung mit dem Werkzeug wird die Leiste von der Wand entfernt.

Im nächsten Schritt der Vorbereitung muss der Boden gewissenhaft nach eventuell vorstehenden Nagelköpfen oder gelösten Holzteilchen überprüft werden.

Nägel werden mit behutsamen Hammerschlägen versenkt.

Lose Holzteile mit Parkett-Leim festgeklebt.

Vor dem Schleifen wird der Boden mit einem Staubsauger gereinigt.

 

Schleifen von Parkett- und Holzböden

Gleich, ob es sich um alte oder um neu verlegte Parkettböden handelt: Vor der Versiegelung muss der Boden in jedem Fall geschliffen werden. Neu verlegte Böden - sofern es sich nicht um versiegeltes Fertigparkett handelt - deshalb, um Überstände zwischen den einzelnen Holzstäbchen zu beseitigen und um eine ebene Oberfläche zu bekommen. Alte Böden, um die vorhandene Schmutz- oder Wachsschicht abzutragen bzw. stark begangene Stellen auszugleichen. Dazu sind jeweils mehrere Schleifgänge mit verschiedenen Schleifpapierkörnungen nötig. Wie oft man schleifen muss, hängt von der Größe und Anzahl der Überstände bzw. der Verschmutzung und Unebenheit ab. Welche Körnung bei welchem Schleifgang verwendet wird, zeigt die folgende Tabelle:
 

Schleifgang

neu verlegter Boden

alter Parkettboden

alter Dielenboden mit Farbe

1. Gang

Körnung 40

Körnung 24

Körnung 16

2. Gang

Körnung 60

Körnung 40

Körnung 40

3. Gang

Körnung 100

Körnung 60

Körnung 60

4. Gang

nicht nötig

Körnung 100

Körnung 100


Die Fläche des Raumes wird mit einer Walzenschleifmaschine geschliffen. Dabei wird zunächst die Schleifwalze mit einer groben Körnung bestückt. Danach wird die Walzenschutzklappe geschlossen und die Maschine eingeschaltet. Man führt das Gerät nun langsam nach vorn und lässt die Schleifwalze vorsichtig mit dem Handhebel ab.
 

Schleifrichtung

Um Schleifspuren zu vermeiden, ist folgendes wichtig:

Mosaikparkett oder in Würfeln verlegtes Parkett wird grundsätzlich diagonal zum Faserverlauf von links nach rechts geschliffen.

Stabparkett im Winkel von 7 - 15° - Feinschliff in Faserrichtung

Da die Schleifmaschine geführt werden muss, bleibt der Boden hinter der Maschine im Wandbereich ca. 1 Meter ungeschliffen. Diese Fläche wird anschließend nochmals bearbeitet - in umgekehrter Richtung zur ersten Schleifspur. Der Übergang muss unbedingt ansatzfrei geschliffen werden und sollte gegenüber dem Lichteinfall liegen, weil dann die Schattierungen, die durch unterschiedliche Schleifrichtungen entstehen, kaum sichtbar sind.

Die Maschine sollte mit mäßigem, möglichst gleich bleibendem Tempo geführt werden.

Der Rückwärtsschliff sollte in derselben Spur erfolgen wie der Vorwärtsschliff.

Unter keinen Umständen darf man mit rotierender, abgelassener Schleifwalze stehen bleiben oder die Richtung ändern. Dadurch werden Vertiefungen eingeschliffen, die insbesondere bei gröberer Körnung durch die nachfolgende feinere Körnung nicht mehr beseitigt werden können.

Vor dem Endpunkt einer Schleifrichtung muss die Schleifwalze rechtzeitig und langsam vom Boden abgehoben werden.

Sind noch Unebenheiten sichtbar, muss noch zusätzlich mit derselben Körnung rechtwinklig bis zum vorhergehenden Schliff geschliffen werden und ein weiterer Schleifgang mit derselben Körnung gesetzt werden. Er erfolgt rechtwinklig zum vorher beendeten Schliff.

Der letzte Schliff wird mit der feinsten Körnung durchgeführt und erfolgt in der Richtung des Lichteinfalls.

Der Boden ist nach jedem Schleifgang abzusaugen.

 

Schleifen der Ränder und Ecken

Nachdem die Fläche des Raumes mit 60er Körnung geschliffen wurde, werden die Randstreifen, die mit der Flächenschleifmaschine nicht erreichbar sind, mit der Rand- und Eckenschleifmaschine behandelt. Dazu wird eine Schleifscheibe mit 40er Körnung auf den Schleifteller gespannt. Die Maschine sollte ohne zusätzlichen Druck kreisförmig bewegt werden. Dabei ist wichtig, dass die Maschine immer in Bewegung ist, da sonst unerwünschte Schleif- oder gar Brandspuren entstehen können. Danach bearbeitet man die Fläche mit der Walzenschleifmaschine und Körnung 100 und führt anschließend in den Randbereichen den Feinschliff mit Körnung 60 oder 80 aus. Dabei ist zu beachten, dass man einen übergangslosen Schliff zwischen Fläche und Rand erhält.

Nachdem die Fläche des Raumes mit 60er Körnung geschliffen wurde, werden die Randstreifen, die mit der Flächenschleifmaschine nicht erreichbar sind, mit der Rand- und Eckenschleifmaschine behandelt. Dazu wird eine Schleifscheibe mit 40er Körnung auf den Schleifteller gespannt. Die Maschine sollte ohne zusätzlichen Druck kreisförmig bewegt werden. Dabei ist wichtig, dass die Maschine immer in Bewegung ist, da sonst unerwünschte Schleif- oder gar Brandspuren entstehen können. Danach bearbeitet man die Fläche mit der Walzenschleifmaschine und Körnung 100 und führt anschließend in den Randbereichen den Feinschliff mit Körnung 60 oder 80 aus. Dabei ist zu beachten, dass man einen übergangslosen Schliff zwischen Fläche und Rand erhält.

Auch unter den Heizkörpern muss der Boden geschliffen werden. Dazu nimmt man, wenn mit der ELAN-Schleifmaschine gearbeitet wird, den kurzen Vorsatz ab und bringt dafür den langen Vorsatz an, mit dem man mühelos unter den Heizkörpern schleifen kann. Zum Schleifen der Ecken bringt man den Eckenvorsatz an, der einen Schleifteller von 75 mm Durchmesser hat.

 

Ausfüllen von Rillen und Fugen

Ausfüllen von Fugen und Rillen

Oft werden Fugen erst nach dem Schleifen sichtbar. Deshalb muss man vor dem letzten Schliff die Oberfläche genau überprüfen und eventuelle Fugen ausfüllen. Dazu verwendet man eine Parkett-Fugenkittlösung. Sie wird mit dem Schleifstaub des vorletzten Schleifganges (Körnung 60 bis 80) angeteigt und ergibt eine spachtelfähige Masse, die die gleiche Farbe hat wie das Holz. Verteilen sie die Masse mit einer flachen, rostfreien Stahlspachtelgleichmäßig auf der gesamten Bodenfläche. Tipp: Größere Fugen zweimal spachteln. Nach ca. 30-45 Minuten Trockenzeit können Sie mit dem Schleifen weitermachen.

 

Schleifen von Dielenböden

Um alte Dielenböden wieder aufzubereiten, müssen zunächst einmal die alten Pflegemittelrückstände abgeschliffen werden. Dabei kann man genauso vorgehen wie beim Schleifen von altem Parkett. Nach dem ersten Schliff mit Körnung 16 müssen alle Unebenheiten, Schmutz, Lack-, Wachs- und Ölrückstände beseitigt sein. Ist der Dielenboden eben und hat er keine Überstände, wird einfach parallel zum Dielenverlauf geschliffen. Gibt es jedoch Unebenheiten, schleift man diagonal zum Dielenverlauf. Dadurch werden Unebenheiten, die z.B. am Unterboden oder an ungleichen Holzstärken liegen, am besten egalisiert.

 

Was nach dem Schleifen wichtig ist

Der Staubsack der Schleifmaschine muss spätestens entleert werden, wenn er 1/3 gefüllt ist. Sonst lässt die Absaugleistung nach. Der leere Staubsack und sein Inhalt sollten im Freien gelagert werden. Durch Überschleifen von Nagelköpfen können Funken entstehen, die im nicht geleerten Staubsack weiterglimmen und ihn entzünden können.

 

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