| Zu den Gestaltungsmöglichkeiten eines Parkettbodens tragen die Verlegemuster bei, die meist durch die Art des Parketts vorgegeben sind. Klassische Muster sind Schiffsboden (auch Englischer Verband genannt, wenn die Stäbe regelmäßig verlegt sind), Fischgrät, Doppel- oder Dreifach-Fischgrät, Würfel und die Würfelkassette. Hinzu kommen Flechtmuster wie der Altdeutsche Verband, das Leitermuster, Tafelparkett mit unzähligen ornamentalen Bildern, Rautenmuster, die Einbeziehung von Randfriesen, die Kombination mit Würfelelementen und Stäben anderer Holzarten und nicht zuletzt der Intarsienboden, in dem ein individuelles Bild (beispielsweise auf einen Raum und sein Interieur bezogen) dargestellt wird. Diese Kunst der Parkettleger wird vor allem bei der Restaurierung von Schlössern und Villen eingesetzt, findet heute aber auch zunehmend Eingang in dem gehobenen repräsentativen Wohnbereich. Interessante Wirkung lassen sich bereits erzielen, wenn der Parkettboden - mit welchem Verlegemuster auch immer - statt rechtwinklig zu den Wänden diagonal verlegt wird. Mit der Verlegerichtung - längs oder quer zur Raumachse oder Fensterfront - kann die optische Wirkung von Räumen gezielt beeinflusst werden. So wirkt ein Raum breiter, wenn die Parkettelemente quer zur Längsseite verlegt werden, umgekehrt kann man einen Raum optisch "strecken". |