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Allgemein: Welche Parkettarten gibt es?

Welche Parkettarten gibt es?

Ein fertig verlegter Parkettboden kann sowohl aus unterschiedlich als auch aus gleich dimensionierten Einzelelementen bestehen. Das können Einzelstäbe aus Massivholz sein oder mehrschichtig aufgebaute Elemente mit einer Decklage in einem Stück oder auch mit Decklagen, die aus mehreren, nebeneinander verleimten Einzellamellen bestehen. Parkett aus kleinen Einzellamellen wird meist als Verlegeeinheit angeboten. Um die Extreme aufzuzeigen: Beim so genannten Industrieparkett werden 8mm breite und maximal 165 mm lange Holzlamellen aneinander gereiht. Sie ergeben einen anderen optischen Eindruck als Landhausdielen von 180 mm Breite und 2.200 mm Länge mit einer Nutzschicht aus einer einzigen durchgehenden Holzlamelle. Zwischen diesen Extremmaßen liegen die Verlegeeinheiten von Mosaikparkett (das nicht ausschließlich als Würfelmuster angeboten wird, sondern auch als Parallelverband, Schiffsboden, Fischgrät und Flechtmuster), das klassische Stabparkett, das Lamparkett in Dicken zwischen 7 und 15 mm und nicht zuletzt die Vielzahl an Mehrschichtparketten und Fertigparketten (Mehrschichtparkett mit fertiger Oberflächenbehandlung). Diese letzt genannte Parkettart eignet sich auch für die Verlegung durch handwerklich geübte Heimwerker, da die meist großformatigeren Elemente schwimmend verlegt werden können und die schwierige Oberflächenbehandlung des Parkettbodens entfällt.

Die einzelnen Parkettarten unterscheiden sich hinsichtlich der Elementabmessungen und der Verlegeeinheit. Hinzu kommen Unterschiede im Aufbau, in der Oberflächenbehandlung sowie bei der Verlegung. Grundsätzlich wird zwischen Einschichtparkett (Massivparkett) und Mehrschichtparkett (Fertigparkett) unterschieden.

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Einschichtparkett (Massivparkett)

Stabparkett
Stabparkett besteht aus 14 mm bis 22 mm dickem massiven Holz. Die Abmessungen liegen in der Länge zwischen 250 mm und 600 mm, in der Breite zwischen 40 und 80 mm. Der Parkettleger unterscheidet zwischen Parkettstäben und Parkettriemen. Parkettstäbe besitzen eine ringsum laufende Nut und werden durch Querholzfedern bei der Verlegung verbunden, während Parkettriemen über Nut und angehobelte Feder verfügen. Stabparkett wird geklebt oder auf Holzunterböden (Blindböden) genagelt. Das Schleifen und die weitere Oberflächenbehandlung erfolgen nach der Verlegung.

Hinweis: Die Verlegung von Stabparkett gehört in die Hände eines Parkettlegers.

Lamellenparkett
Senkecht gestellte Holzlamellen, die den Abmessungen der Mosaikparkett-Stäbchen entsprechen, werden als Verlegeeinheiten verklebt. Durch die hochkant angeordneten Lamellen ergibt sich eine Parkettdicke bis zu 25 mm. Lamellenparkett ist ausgesprochen robust. Deshalb wird es auch als Industrieparkett eingesetzt. Dennoch ist Lamellenparkett kein Fußboden, der ausschließlich für den Gewerbebereich geeignet wäre; der preiswerte Parkettboden wird für Büros, Gaststätten, Kindergärten und andere öffentliche Gebäude sowie im Wohnbau eingesetzt.

Lamparkett
Speziell für die Renovierung wurden massive Parkettstäbe entwickelt, deren Abmessungen herstellerbedingt variieren, sich aber in der Länge an denen von Stabparkett orientieren. Aufgrund der geringen Dicke ab 7 mm werden sie mit dem Unterboden verklebt. Mit ihnen lassen sich die gleichen Verlegemuster bilden wie mit Stabparkett. Die Oberfläche ist entweder roh geschliffen oder fertig behandelt.

Hinweis: Die Verlegung von Lamparkett sollte einem Parkettleger überlassen bleiben.

Mosaikparkett
Mosaikparkett besteht aus einzelnen Vollholzlamellen von 8 mm Dicke, einer Breite bis 25 mm und Längen bis zu 165 mm, die als Verlegeeinheiten zumeist durch ein Klebenetz auf der Unterseite zusammen gehalten werden. Häufigstes Muster ist der Würfel, daneben werden auch Schiffsverband, Fischgrät und Parallelverband eingesetzt. Mosaikparkett wird vollflächig mit dem Untergrund verklebt.

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Mehrschichtparkett (Fertigparkett)

Der Begriff "Fertigparkett" hat sich in Deutschland für mehrschichtige Parkettelemente mit fertiger Oberflächenbehandlung eingebürgert. Im Rahmen der europäischen Normung ist er durch den Begriff "Mehrschichtparkett" ersetzt worden. Fertigparkett-Elemente lassen sich aufgrund ihres großen Formats und ihrer Nut- und Federverbindung (bzw. ihres Kantenverriegelungssystems) durch den handwerklich geübten Heimwerker schwimmend verlegen. Mit seiner werksseitigen Oberflächenbehandlung in Form von Ölen, Wachsen oder Versiegelungen lässt sich der Boden sofort nach der Verlegung nutzen.

Mehrschichtparkett ist zwei- oder dreischichtig aufgebaut. Die Nutzschicht besteht immer aus Holz und muss nach der neuen europäischen Norm eine Dicke von mindestens 2,5 mm aufweisen. Mittellage und Gegenzug können aus Holz, Holzwerkstoffen oder anderen Materialien bestehen. Der dreischichtige Aufbau ist besonders formstabil; mit einer Nutzschicht aus hartem Parkettholz, einer Mittellage und Gegenzug aus Nadelholz wird er am häufigsten hergestellt. Während zweischichtige Fertigparkett-Elemente vollflächig verklebt werden müssen, können dreischichtige Elemente auch schwimmend auf einer geeigneten Dämmunterlage verlegt werden. Dabei werden die Elemente in der Nut-/ Federverbindung verleimt. Eine neu entwickelte Verbindungsmethode sind „Klick-Verschlüsse“, wobei die Nut-/ Federverbindung durch ein Verriegelungssystem ersetzt bzw. ergänzt wurde, so dass die Elemente einrasten und eine kraft- und formschlüssige Verbindung ohne Leim eingehen. Diese einfache Verlegemethode hat u.a. den Vorteil, dass der Parkettboden (z.B. bei einem Umzug) demontierbar ist.

Tafelparkett
Als Tafelparkett werden Holzfußböden bezeichnet, die aus einzelnen, meist vorgefertigten Hölzern mit einem umlaufenden Fries in der Werkstatt auf einer Trägerplatte zu Parkett-Tafeln zusammengesetzt sind. Die vorgefertigten und rundum genuteten Tafeln werden auf der Baustelle mit Federn entweder direkt oder durch Zwischenfriese miteinander verbunden. Die Innenflächen der Tafeln sind vielfach aus edlen Hölzern, wie Eiche, Ahorn, Nussbaum, Kirschbaum oder Birnbaum gefertigt. Das wohl bekannteste Tafelparkett ist der Boden des „Appartement du Roi“ im Schloss Versailles, das so genannte „Versailler Muster“. Dieser Boden wurde bereits 1684 verlegt und ist danach in unzähligen Schlössern in ganz Europa kopiert worden.

Parketttafeln werden z.T. noch heute nach traditionellen Mustern angefertigt. Auch im Bereich des Fertigparketts sind quadratische Elemente mit der Optik von Tafelparkett lieferbar.

Tafelparkett mit geschwungenen Formen und Schmuckmustern wird als Intarsienparkett bezeichnet. Diese Einlegearbeiten sind sehr schwierig herzustellen und erfordern hoch qualifizierte Fachleute.

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