Oberflächenbehandlung und Pflege von Parkett

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In diesem Artikel beschreiben wir, welche grundsätzlichen Aspekte Sie bei der Auswahl und Handhabung der unterschiedlichen Oberflächenbehandlungsmittel beachten sollten. Sofern nicht anders angegeben, gelten die Versiegelungen, Öle und Wachse für Parkett-, Dielen- und Holzpflaster-(=Hirnholz-)böden. Bei Parkett erfolgt die Auswahl des Versiegelungsmittels gemäß VOB Teil C - DIN 18356 "Parkettarbeiten" durch den Auftragnehmer in Abstimmung mit dem Auftraggeber.

1. Versiegelung von Parkett

Es gibt zwei Arten von Versiegelungslacken, mit denen Sie Holzböden behandeln können: filmbildende, also beschichtende und imprägnierende Systeme. Der Übergang zwischen beiden Arten ist fließend.

Unterschiede gebräuchlicher Parkettlacke:
chemische Zusammensetzung
anwendungstechnische Eigenschaften
gewünschte Glanz- und Farbwirkung
mechanische Resistenz
Eindringungstiefe
Härtungszeit
Preis

 

Bei der Wahl eines Versiegelungsmittels sollten Sie grundsätzlich:

  • die Holzart
  • der Verwendungszweck des Raumes
  • die zu erwartende Beanspruchung des Bodens
  • und die ökologischen Aspekte berücksichtigen.

 

Verleger müssen die Arbeitsschutzvorschriften beachten,
d.h. überall, wo es beim Versiegeln von Holzböden technisch möglich ist,
müssen sie lösungsfreie Produkte einsetzen.

Ausschlaggebend für die Haltbarkeit der Parkett-Versiegelung ist:

  • das Einhalten der vom Siegelhersteller angegebenen Trocknungs- und Aushärtungszeit sowie
  • die regelmäßige und richtige Pflege der Holzböden.

Bitte beachten Sie: Bei Dielenböden und Hirnholzpflaster bewirken filmbildende Lacke und Versiegelungsmittel je nach Typ (z.B. DD-Versiegelungen und Wasserlacke) ein mehr oder weniger starkes Verkleben einzelner Elemente untereinander. Dies kann bei neu verlegten Holzböden u.U. zu Abrissfugen führen. Ob in diesen Fällen ggf. durch eine angemessene Vorbehandlung eine solche Versiegelung dennoch möglich ist, sollten Sie unbedingt mit dem Parkettleger klären.

2. Ölen und Wachsen von Parkett

Das Ölen und Wachsen von Holzböden ist eine Alternative zur Oberflächenbehandlung mit Versiegelungsmitteln. Die heutigen Ölkombinationen sind bei der Verarbeitung fast geruchsneutral und enthalten wenig Lösungsmittel. Die weiche, neutrale und offenporige Oberfläche beeinflusst das Raumklima positiv, da ein hohes Maß an Feuchteaufnahme- und Abgabefähigkeit des Holzfußbodens gegeben ist. Geölte und gewachste Flächen sind ausbesserungsfreundlich. Jedoch ist der Pflegeaufwand größer als bei versiegeltem Parkett.

Die Farbe von hellen Hölzern (wie Ahorn, Birke, Buche oder Esche) verändert sich durch Öle. Um diesen Farbton festzustellen wird empfohlen, vorher Probestücke zu behandeln.

3. Reinigung und Pflege von Holzböden

Nach Beendigung der Oberflächenbehandlung muss der Auftragnehmer (Parkettlegemeister bzw. Verlegebetrieb) den Auftraggeber über die Art der Pflege des Holzfußbodens in angemessener Form unterweisen. Die Unterweisung muss mindestens schriftlich erfolgen. Dies kann in Form einer Pflegeanweisung sein. Eine Pflege von oberflächenbehandelten Parkett besteht aus

  1. Reinigung und
  2. Pflege.

Beide Arbeiten müssen aufeinander abgestimmt werden. Die Häufigkeit der Pflegearbeiten wie auch der Reinigungsarbeiten ist immer abhängig vom Objekt, von der Nutzungsart, der Frequentierung und dem Schmutzanfall.

Die Versiegelung unterliegt je nach Beanspruchung einem natürlichen Verschleiß. Deshalb ist eine systemgerechte und regelmäßige Reinigung und Pflege von Parkett- und Holzböden dringend erforderlich. Dazu sollten Sie nur ausdrücklich geeignete Reinigungs- und Pflegemittel verwenden.

Vor der ersten Beanspruchung erfolgt eine Erstpflege (Vollpflege). Danach darf das Parkett nicht vor der Aushärtung, also frühestens am nächsten Tag begangen werden. Eine starke Frequentierung darf aber erst nach Aushärtung erfolgen. Je mehr das Parkett in den ersten 14 Tagen geschont wird, desto länger die Haltbarkeit der Oberflächenbehandlung. Bis dahin dürfen keine Möbel geschoben werden. In den ersten Wochen sollten Sie auch keinen Teppich hinlegen, da hierdurch die vollständige Aushärtung verzögert wird.

Schmutz und Sand wirken wie Schleifpapier und sollten umgehend vom Parkett zu entfernt werden. Ausreichend groß bemessene Schmutzfangschleusen (Roste, Textile oder Naturfasermatten) im Eingangsbereich sind eine wertvolle Hilfe zum Schutz gegen das Eindringen von Schmutz und Feuchtigkeit. Generell empfiehlt es sich bei Holzböden, Filzgleiter unter Möbelbeine, insbesondere bei Sitz- und Tafelmöbeln, anzubringen.

Entscheidenden Einfluss auf die optische Beschaffenheit aller Holzböden hat das Raumklima. Empfohlen wird eine Temperatur von 20° (+/-2)°C und eine relative Luftfeuchte von (50 (+/-5) %, da aufgrund der daraus resultierenden Holzfeuchte die Holzelemente formstabil bleiben. Diese Bedingungen lassen sich allerdings während der Heizperiode ohne Raumluftbefeuchter oder Klimaanlage nicht gewährleisten, so dass eine Fugenbildung am Parkett durch das Schwinden der Hölzer eintritt. Die Fugen bilden sich beim Quellen der Hölzer in den Sommermonaten aufgrund feuchterer Raumluft wieder zurück.

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 Foto: shutterstock/sima

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