Ist ein Vinylboden gesundheitsschädlich?

Kunden fragen:

Hallo, ich habe vor, unseren Keller umzubauen und ein Spielzimmer für unsere 3 Kinder herzurichten. Meine Frau und ich mögen die hellen TAMI Vinylböden sehr. Wir haben aber dennoch Bedenken, dass PVC schädliche Weichmacher enthält, die unsere Sprösslinge schaden. Daher meine Frage: Ist ein Vinylboden gesundheitsschädlich und wie kann ich sicher gehen, dass ich einen schadstofffreien Boden verlege?


Bodenexperten antworten:

Hallo, manche Gerüchte halten sich hartnäckig. So wie die Vorbehalte gegenüber Vinylböden. Als Vater weiß ich aber auch, dass man bei der Wahl des Bodens für das Kinderzimmer genau hinschauen sollte. Die Kinder verbringen viel Zeit auf dem Boden, er muss einiges aushalten und vor allem darf er keine gesundheitsgefährdenden Stoffe beinhalten. Aber lassen Sie mich Ihnen versichern: unsere TAMI Vinylböden erfüllen diese Ansprüche. Aber nun zu Ihrer Frage:

Ist ein Vinylboden gesundheitsschädlich?

Früher wurden für die Polyvinylchlorid-Bodenbeläge (PVC), Weichmacher verwendet, die der Gesundheit geschadet haben. Weichmacher sind grundsätzlich notwendig, um aus dem spröden und harten Kunststoff einen formbaren, flexiblen und strapazierfähigen Bodenbelag zu entwickeln. Außerdem verringert sich durch Weichmacher und Stabilisatoren das Gewicht des Belags.

In den 1970er und 80er Jahren wurden häufig Phthalate als Weichmacher verwendet. Dies sind gesundheitlich äußerst bedenkliche chemische Verbindungen, die im Verdacht stehen, krebserregend zu sein und Unfruchtbarkeit, Übergewicht und Diabetes hervorzurufen.

Warum braucht PVC Weichmacher?

PVC ist ein hartes und sprödes Material, das sich nur schwer verarbeiten lässt. Das ist der Grund, warum dem PVC verschiedene Weichmacher zugefügt werden. Nur so kann das Material zu allen möglichen Formen verarbeitet werden. Weichmacher haben allerdings keinen guten Ruf. Einige Stoffe stehen im Verdacht, den Körper negativ zu beeinflussen, wenn wir sie in erhöhten Mengen zu uns nehmen. Es gibt gefährliche Weichmacher, die auf das Immunsystem wirken oder im Verdacht stehen, Krebs zu erregen, wenn sie in den menschlichen Organismus gelangen.

Vinylböden von heute sind unbedenklich

Es ist nicht zu leugnen, wie beliebt der Vinylboden im Laufe der Jahre geworden sind. Er ist aufgrund seiner Haltbarkeit, Vielseitigkeit und Fähigkeit, das Aussehen von Parkett nachzuahmen, zum bevorzugten Bodenbelag geworden. Vinyl ist nicht nur schmutzabweisend, sondern auch wasserdicht, was ihn zu einem idealen Bodenbelag für Bereiche macht, die anfällig für Feuchtigkeit sind.

Da die Hersteller diese Risiken nicht tragen wollten, werden Phthalate heute nicht mehr für die Vinylböden eingesetzt. Wie bei Laminat gelten auch für Vinylböden die gleichen strengen Sicherheitsstandards der EU-Richtlinien. Somit wird auf giftige Phthalat Weichmacher und andere gesundheitsschädliche Stoffe verzichtet.

Moderne Vinylböden von hochwertigen Markenherstellern sind nicht gesundheitsschädlich. Alle Böden aus Vinyl liegen unter den geforderten Grenzwerten für Schadstoffbelastungen und werden mit hochwertigen, teils natürlichen, Inhaltsstoffen hergestellt und belasten somit weder Umwelt noch die Gesundheit.

Siegel-Vinylboden

Als Weichmacher-Derivat wird heute oftmals das Estergemisch Mesamoll verwendet. Dieses kommt auch in Wasserbetten zum Einsatz. Mesamoll ist gesundheitlich unbedenklich. Daher können Sie nun einen pflegeleichten und robusten Vinylboden kaufen, von dem keine Gefahr mehr für Ihre Gesundheit ausgeht.

Achten Sie beim Kauf des Vinylbodens auf entsprechende Siegel.


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