Parkett schwimmend verlegen

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Mit Fertigparkett entscheiden Sie sich für ein Parkett, dass gut aussieht, feuchtigkeitsregulierend, fußwarm und im Vergleich zu Laminat viel langlebiger ist. Zudem lässt sich Fertigparkett mit Klickverbindung spielend leicht, ohne Parkettkleber und ohne Fachhandwerker verlegen. Die sogenannte schwimmende Verlegung ist die einfachste Art der Verlegung von Parkett.

Vorteile einer schwimmenden Verlegung

  1. Verlegung ohne Klebstoffe ist viel schneller und sauberer durchzuführen
  2. Parkett ist direkt nach dem Verlegen sofort begehbar
  3. Zeit und Geld wird gespart, weil kein Kleber erforderlich ist und man nicht unbedingt einen Parkettleger benötigt
  4. der Parkettboden kann zerstörungsfrei wieder abgebaut und bei Bedarf in einer anderen Wohnung erneut verlegt werden

Nachteile von schwimmend verlegten Parkettböden

  1. der verbleibende Luftspalt zwischen Parkettboden und Untergrund sorgt für deutlich lauteren Trittschall
  2. der Luftspalt dient zudem als Wärmepuffer und verhindert die Wärmeübertragung in den Raum; d.h. nur bei einem verklebtem Parkettboden ist eine gute Wärmeübertragung von einer Fußbodenheizung möglich
  3. ein verklebter Holzboden lässt sich zudem besser abschleifen, ohne dass die Dielen dabei beschädigt werden

Unser Tipp: Denken Sie daran, dass die Parkettverlegung viel Arbeit auf den Knien erfordert. Daher empfehlen wir Ihnen dringend, gepolsterte Knieschoner zu verwenden. Auch sind Schutzbrille und Staubmaske für das Sägen der Verlegeelemente ein gern gesehenes Schutzutensil der Parkettleger.

Untergrund für die schwimmende Parkettverlegung vorbereiten

Vor dem Parkett verlegen sollten Sie den Raum ausmessen, um die Verschnittmenge so gering wie möglich zu halten. Durch das Ausmessen können Sie die günstigste Einteilung ermitteln. Empfehlenswert ist eine Verlegung der Elemente in Längsrichtung des Raumes oder bei Räumen, welche quadratisch sind, gleichlaufend zum Lichteinfall.

Unsere Empfehlung: Lesen Sie hierzu unseren Blogartikel Räume richtig ausmessen.

Prüfen Sie vor der Parkettverlegung mit einer Richtlatte, ob der Boden Unebenheiten aufweist. Größere Unebenheiten müssen mit einem Schleifgerät beseitigt bzw. mit einer Spachtelmasse ausgeglichen werde. Die besten Voraussetzungen für eine unproblematische Verlegung sind gegeben, wenn der Untergrund eben, trocken und sauber ist!

Welche Unterlage benötige ich?

Bei einer schwimmenden Verlegung ist eine Trittschalldämmung unabdingbar, da der Boden nicht mit dem Untergrund fixiert ist. Ohne Trittschalldämmung kann beim Gehen ein klapperndes Geräusch entstehen: Trittschall wirkt nach unten ("Untermieter") und Gehschall ist das, was Sie selber hören und meist als unangenehmes "Klackern" beim Laufen wahrnehmen. Durch die Dämmung wird der Schall auf ein Minimum reduziert. Zudem schützt die Dämmung vor aufsteigender Kälte und gleicht minimale punktuelle Unebenheiten im Unterboden einfach und schnell aus.

Eine PE-Folie als Dampfbremse sollten Sie verwenden, wenn der Parkettboden auf Estrich oder anderen mineralischen Untergründen verlegt werden soll. Dazu wird die Folie im ganzen Raum ausgelegt und zwar so, dass sich die einzelnen Bahnen überlappen und mind. 2 cm an den Wänden hochstehen. Mit doppelseitigem Klebeband lassen sich die Bahnen gut fixieren.

Dieses Parkett lässt sich schwimmend verlegen

Schritt für Schritt Anleitung

Die erste Parkettreihe schwimmend verlegen

Legen Sie das erste Parkettelement mit der Nutseite an die Wand und stellen Sie die benötigte Dehnungssfuge (kopfseitig) durch Keil oder Abstandshalter her. Klicken Sie die Kopf- bzw. Stirnseiten der Fertigparkettdielen ineinander. Nutzen Sie hierzu ggf. Schlagholz und Hammer, um die Elemente fugendicht zusammenzufügen. Das letzte zu verlegende Element dieser Reihe umdrehen, bis an die Wand stoßen und die Kürzung bis zum vorletzten Element kennzeichnen. Achten Sie hierbei auf die benötigte Dehnungsfuge von ca. 1,0–1,5 cm und rechnen Sie diese beim Kürzen mit ein. Sollten die Wände nicht rechtwinklig verlaufen, achten Sie darauf, die zu kürzenden Elemente entsprechend dem Wandverlauf zu schneiden.

Die folgenden Parkettreihen verlegen

Mit dem Rest des gekürzten Elementes aus der ersten Reihe beginnen Sie wieder vorn, die zweite Reihe (immer wieder auf Dehnungsfuge hirnseitig wie oben beschrieben achten) zu verlegen. Hierbei ist darauf zu achten, dass die Stirnstöße immer einen Versatz von 30–40 cm zu denen der Vorreihe aufweisen. Verlegen Sie weiter in dieser Form bis zur letzten Reihe.

Verlegung um Türrahmen und Heizungsrohre

Türrahmen: Um das Parkett perfekt im Türbereich zu verlegen, müssen die Holzzargen mit einer Feinsäge oder einem Fuchsschwanz so weit gekürzt werden, dass das Parkett darunter passt. Bei Zargen aus Metall muss das Parkett entsprechend zugesägt werden.

Heizungsrohre: Markieren Sie die Position des Rohres auf dem Verlegeelement. Bohren Sie die markierten Stellen ca. 30 mm größer als der Rohrdurchmesser aus. Sägen Sie anschließend ein V-förmiges Einpassstück im Winkel von 45 Grad aus. Das ausgeschittene Stück mit Holzleim versehen und wieder hinter dem Heizungsrohr anbringen. Die Aussparungen können Sie mit Heizkörperrosetten verkleiden.

Sockelleisten anbringen

Schneiden Sie die Sockelleisten mit einer Gehrungssäge zu und befestigen Sie diese - je nach Hersteller mit einer Klick-Funktionsleiste, Montageclips oder Montagekleber.

Unsere Empfehlung: Bei Verlegung des Parketts auf einer Warmwasser-Fußbodenheizung und bei größeren Flächen sollte das Parkett möglichst vollflächig verklebt werden. Die Verklebung verhindert dünne Luftschichten zwischen Parkettboden und Untergrund und garantiert eine optimale Wärmeübertragung.


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Foto: Fotolia/Patryk Kosmider

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