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Parkett schwimmend verlegen

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Mit Fertigparkett entscheiden Sie sich für ein Parkett, dass natürlich aussieht, fußwarm und im Vergleich zu Laminat viel langlebiger ist. Zudem lässt sich Fertigparkett mit Klickverbindung spielend leicht, auch ohne Parkettkleber und Fachhandwerker verlegen. Die sogenannte schwimmende Verlegung ist, im Vergleich zur vollflächigen Verklebung die einfache und saubere Art der Verlegung von Parkett.

Der Begriff schwimmender Boden wird am häufigsten für Holzböden oder Laminat verwendet und beschreibt die Verlegemethode, nicht das Material. Wie der Name schon sagt, schwimmt diese Art von Boden auf dem Untergrund, anstatt verklebt zu werden.

Inhaltsverzeichnis

  1. Vorteile schwimmende Verlegung
  2. Nachteile schwimmende Verlegung
  3. Schritt für Schritt Anleitung
  4. Untergrund für schwimmende Parkettverlegung vorbereiten
  5. Die erste Parkettreihe schwimmend verlegen
  6. Die folgenden Parkettreihen verlegen
  7. Verlegung um Türrahmen und Heizungsrohre
  8. Sockelleisten anbringen

Vorteile schwimmende Verlegung

  1. Die Verlegung ohne Klebstoff ist schnell und sauber durchzuführen.
  2. Schwimmend verlegtes Parkett verzeiht kleine Unebenheiten im Untergrund.
  3. Ein weiterer Vorteil ist, dass das Parkett direkt nach dem Verlegen begehbar ist.
  4. Sie sparen Zeit und Geld, weil kein Kleber erforderlich ist und Sie den Boden in Eigenleistung verlegen können.
  5. Der Parkettboden lässt sich zerstörungsfrei entfernen und kann bei Bedarf in einem anderen Zimmer erneut verlegt werden.

Nachteile schwimmende Verlegung

  1. Generell ist schwimmendes Parkett lauter, als verklebtes. Der verbleibende Luftspalt zwischen Parkett und Untergrund sorgt für deutlich lauteren Trittschall.
  2. Schwimmend verlegte Dielen sind nicht so belastbar wie verklebtes Parkett.
  3. Der Luftspalt wirkt wie ein Wärmepuffer und verhindert die Wärmeübertragung in den Raum; d.h. nur bei einem verklebtem Parkettboden ist eine optimale Wärmeübertragung von einer Fußbodenheizung möglich.
  4. Schwimmend verlegte Parkettböden lassen sich kaum schadlos abschleifen. Die schweren Schleifmaschinen können die einzelnen Parkettdielen flattern lassen und das Holz unterschiedlich stark abtragen.

Unser Tipp: Denken Sie daran, dass die Parkettverlegung viel Arbeit auf den Knien erfordert. Daher empfehlen wir Ihnen, gepolsterte Knieschoner zu verwenden. Auch sind Schutzbrille und Staubmaske für das Sägen der Verlegeelemente ein gern gesehenes Schutzutensil der Parkettleger.

Gut zu wissen: in großen Räumen und bei einer Warmwasser-Fußbodenheizung sollte Sie Parkett immer verkleben. Verklebtes Parkett ist im Vergleich sehr belastbar, was die Lebensdauer des Bodenbelags deutlich erhöht. Zudem kann verklebtes Parkett im Laufe der Zeit besser abgeschliffen werden, wenn dies nötig sein sollte.

Schritt-für-Schritt-Anleitung

Vor dem Parkett verlegen sollten Sie den Raum ausmessen, um die Verschnittmenge so gering wie möglich zu halten. Durch das Ausmessen können Sie die günstigste Einteilung ermitteln. Empfehlenswert ist eine Verlegung der Elemente in Längsrichtung des Raumes oder bei Räumen, welche quadratisch sind, gleichlaufend zum Lichteinfall.

Unsere Empfehlung: Lesen Sie hierzu unseren Blogartikel Räume richtig ausmessen.

Untergrund für schwimmende Verlegung vorbereiten

Prüfen Sie vor der Parkettverlegung mit einer Richtlatte, ob der Boden Unebenheiten aufweist. Größere Unebenheiten müssen mit einem Schleifgerät beseitigt bzw. mit einer Spachtelmasse ausgeglichen werde. Die besten Voraussetzungen für eine unproblematische Verlegung sind gegeben, wenn der Untergrund eben, trocken und sauber ist!

Welche Unterlage benötige ich?

Bei einer schwimmenden Verlegung ist eine Trittschalldämmung unabdingbar, da der Boden nicht mit dem Untergrund fixiert ist. Ohne Trittschalldämmung kann beim Gehen ein klapperndes Geräusch entstehen: Trittschall wirkt nach unten ("Untermieter") und Gehschall ist das, was Sie selber hören und meist als unangenehmes "Klackern" beim Laufen wahrnehmen. Durch die Dämmung wird der Schall auf ein Minimum reduziert. Zudem schützt die Dämmung vor aufsteigender Kälte und gleicht minimale punktuelle Unebenheiten im Unterboden einfach und schnell aus.

Eine PE-Folie als Dampfbremse sollten Sie verwenden, wenn der Parkettboden auf Estrich oder anderen mineralischen Untergründen verlegt werden soll. Dazu wird die Folie im ganzen Raum ausgelegt und zwar so, dass sich die einzelnen Bahnen überlappen und mind. 2 cm an den Wänden hochstehen. Mit doppelseitigem Klebeband lassen sich die Bahnen gut fixieren.

Die Trittschalldämmung Vinsound Plus ist bestens geeignet für schwimmend verlegtes Parkett und Laminat, das aufgrund des Untergrunds, wie beispielsweise Estrich, einen Feuchteschutz benötigen. Die Unterlage ist 2mm dick und hat eine integrierte Dampfbremse.

Trittschalldämmung verlegen

  • Saugen Sie den Raum ab und rollen Sie die Unterlage aus.
  • Decken Sie den gesamten Raum mit einer einzigen Schicht ab, schneiden Sie die Unterlage mit einem Cuttermesser zurecht und fügen Sie die Nähte zusammen.
  • Verkleben Sie die Nähte mit Klebeband.

Die erste Parkettreihe schwimmend verlegen

  1. Legen Sie das erste Parkettelement mit der Nutseite an die Wand und stellen Sie die benötigte Dehnungsfuge (kopfseitig) durch Keile oder Abstandshalter her.
  2. Klicken Sie die Kopf- bzw. Stirnseiten der einzelnen Dielen ineinander. Nutzen Sie hierzu ggf. Schlagholz und Hammer, um die Elemente fugendicht zusammenzufügen.
  3. Das letzte zu verlegende Element dieser Reihe umdrehen, bis an die Wand stoßen und die Kürzung bis zum vorletzten Element kennzeichnen.
  4. Achten Sie hierbei auf die benötigte Dehnungsfuge von ca. 1,0–1,5 cm und rechnen Sie diese beim Kürzen mit ein.
  5. Sollten die Wände nicht rechtwinklig verlaufen, achten Sie darauf, die zu kürzenden Elemente entsprechend dem Wandverlauf zu schneiden.

Nächste Reihe schwimmend verlegen

  1. Mit dem Rest des gekürzten Elementes aus der ersten Reihe beginnen Sie wieder vorn, die zweite Reihe (immer wieder auf Dehnungsfuge hirnseitig wie oben beschrieben achten) zu verlegen.
  2. Hierbei ist darauf zu achten, dass die Stirnstöße immer einen Versatz von 30 bis 40 cm zu denen der Vorreihe aufweisen.
  3. Verlegen Sie weiter in dieser Form bis zur letzten Reihe.
  4. Entfernen Sie die Abstandshalter.

Verlegung um Türrahmen und Heizungsrohre

Türrahmen: Um das Parkett perfekt im Türbereich zu verlegen, müssen die Holzzargen mit einer Feinsäge oder einem Fuchsschwanz so weit gekürzt werden, dass das Parkett darunter passt. Bei Zargen aus Metall muss das Parkett entsprechend zugesägt werden.

Heizungsrohre: Markieren Sie die Position des Rohres auf dem Verlegeelement. Bohren Sie die markierten Stellen ca. 30 mm größer als der Rohrdurchmesser aus. Sägen Sie anschließend ein V-förmiges Einpassstück im Winkel von 45 Grad aus. Das ausgeschnittene Stück mit Holzleim versehen und hinter dem Heizungsrohr anbringen. Die Aussparungen können Sie mit Heizkörperrosetten verkleiden.

Sockelleisten anbringen

Schneiden Sie die Sockelleisten mit einer Gehrungssäge zu und befestigen Sie diese - je nach Hersteller mit einer Klick-Funktionsleiste, Montageclips oder Montagekleber.

Unsere Empfehlung: Bei Verlegung des Parketts auf einer Warmwasser-Fußbodenheizung und bei größeren Flächen sollte das Parkett möglichst vollflächig verklebt werden. Das Verkleben verhindert dünne Luftschichten zwischen Parkettboden und Untergrund und garantiert eine optimale Wärmeübertragung.


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Dieses Parkett lässt sich schwimmend verlegen

 

Foto: Fotolia/Patryk Kosmider

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