Fertigparkett vollflächig verkleben

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Die Überlegung, Fertigparkett vollflächig zu verkleben, sollten Sie dann verfolgen, wenn Sie das Parkett über eine Warmwasser-Fußbodenheizung verlegen wollen, da der Wärmedurchlasswiderstand dadurch verbessert wird. Das heißt, die Wärme wird bei festem Kontakt besser übertragen wird. Zudem ist der Gehkomfort bei einem verklebten Parkettboden deutlich ruhiger und leiser als bei einer schwimmenden Verlegung.

1. Fertigparkett verkleben - Vorbereitung

Die vollflächige Verklebung von Parkett stellt hohe Ansprüche an den Unterboden. Dieser muss für diese Verlegung geeignet sein und notfalls entsprechend den Anforderungen vorbereitet werden.

Ist der Unterboden entsprechend vorbereitet (grundieren, spachteln), kann das Fertigparkett direkt auf diesen verklebt werden. Hierbei beachten Sie immer die Angaben des Klebstoffherstellers. Empfohlen werden Dispersionskleber oder lösungsmittelarme Kunstharzkleber. Diese sollten auf Untergrund und Grundierung abgestimmt sein. Fragen Sie herzu auch gern unsere Bodenexperten! Und auch ein Parkettleger weiß genau, ob der Unterboden alle Anforderungen erfüllt!

Bei einem Anhydritestrich muss der Boden vor dem Grundieren zusätzlich, je nach Herstellerempfehlung, geschliffen oder gebürstet werden.

Gut zu wissen: Was bedeutet „Parkett schwimmend verlegen“?

Von einer schwimmende Verlegung sprechen wir, wenn die einzelnen Parkettelemente nur miteinander verbunden und nicht fest mit dem Untergrund verklebt werden. Die Elemente schwimmen daher gewissermaßen auf dem Untergrund.

Dieses Fertigparkett können Sie vollflächig verkleben:

2. Die vollflächige Verklebung - Arbeitsschritte

Bei der verklebten Parkettverlegung wird der Parkettkleber auf den vorbereiteten Unterboden mit Hilfe eines Zahnspachtels und in richtiger Menge (laut Angaben des Herstellers) aufgebracht. In dieses Kleberbett werden die Fertigparkett-Elemente gelegt und mit Hilfe der entsprechenden Werkzeuge fugenfrei in Nut und Feder zusammengefügt.

2.1 Erste Parkettreihe verlegen

Das erste Element ohne Kleber mit der Nutseite an die Wand legen und die benötigte Bewegungsfuge (hirnseitig) durch Keil oder Abstandshalter herstellen. Danach weitere Elemente ohne Kleber anfügen, entsprechend des Raummaßes. Das letzte zu verlegende Element dieser Reihe umdrehen, bis an die Wand stoßen und die Kürzung bis zum vorletzten Element kennzeichnen. Achten Sie hierbei auf die benötigte Dehnungsfuge von ca. 1,0 - 1,5 cm und rechnen Sie diese beim Kürzen mit ein.

Sollten die Wände nicht rechtwinklig verlaufen, achten Sie darauf, die zu kürzenden Fertigparkett-Elemente entsprechend dem Wandverlauf zu schneiden.

Haben Sie die erste Reihe mit der Kürzung des letzten Elementes exakt bestimmt, nehmen Sie alle Elemente wieder auseinander. Dann tragen Sie die für die erste Reihe benötigte Menge Parkettkleber auf. Auch bei der weiteren Parkettverlegung nur so viel Parkettkleber aufbringen, wie Sie in der offenen Tropfzeit verlegen können. Nun legen Sie das erste Fertigparkett-Element an die Wand und bringen auch längsseitig Keile ein, um auch hier die benötigte Dehnungsfuge wie hirnseitig zu gewährleisten. Diese Dehnungsfuge ist über die gesamte Reihe zu gewährleisten. Jetzt die weiteren Elemente ins Kleberbett legen und mit Hilfe eines Schlagklotzes und Hammers fugendicht zusammenfügen, dann fortlaufend bis zum letzten Element der ersten Reihe, welches Sie mit Hilfe eines Zugeisens anfügen. Auch dann die Dehnungsfuge (hirnseitig) mit einem Holzkeil gewährleisten. Achten Sie bei der Parkettverlegung auf einen exakten Kantenverlauf längsseitig, notfalls mit Richtscheit o.ä. prüfen.

2.2 Folgende Parkettreihen verlegen

Mit dem Rest des gekürzten Elementes aus der ersten Reihe beginnen Sie wieder vorn, die zweite Reihe (immer wieder auf Dehnungsfuge hirnseitig wie oben beschrieben achten) zu verlegen. Hierbei ist darauf zu achten, dass die Stirnstöße immer einen Versatz von 30-40cm zu denen der Vorreihe aufweisen. Verlegen Sie weiter in der beschriebenen Form, bis zur letzten Reihe.

Den Kleber nach der Parkettverlegung entsprechend Herstellerangaben trocknen lassen, bevor das Parkett schonend begangen werden kann.

2.3 Verlegung um Türrahmen und Heizungsrohre

Türrahmen: Um das Parkett perfekt im Türbereich zu verlegen, müssen die Holzzargen mit einer Feinsäge oder einem Fuchsschwanz so weit gekürzt werden, dass das Parkett darunter passt. Bei Zargen aus Metall muss das Parkett entsprechend zugesägt werden.

Heizungsrohre: Markieren Sie die Position des Rohres auf dem Verlegeelement. Bohren Sie die markierten Stellen ca. 30 mm größer als der Rohrdurchmesser aus. Sägen Sie anschließend ein V-förmiges Einpassstück im Winkel von 45 Grad aus. Das ausgeschittene Stück mit Holzleim versehen und wieder hinter dem Heizungsrohr anbringen. Die Aussparungen können Sie mit Heizkörperrosetten verkleiden. 

2.4 Sockelleisten anbringen

Schneiden Sie die Sockelleisten mit einer Gehrungssäge zu und befestigen Sie diese - je nach Hersteller mit einer Klick-Funktionsleiste oder Montageclips).

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Foto: Fotolia/Kadmy

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