Was bedeuten die Nutzungsklassen eines Vinylbodens?


Kunden fragen:

Hallo, ich möchte in meiner kleinen Eigentumswohnung das Laminat entfernen und gegen einen Vinylboden austauschen. Nun habe ich gelesen, dass ich je nach Beanspruchung des Raumes unterschiedliche Nutzungsklassen wählen soll. Was bedeuten die Nutzungsklassen bei Vinylböden und welche ist ausreichend für meine Wohnung?


Ein Bodenexperte antwortet:

Hallo, ich freue mich, dass Sie sich mit Ihrer Frage an uns wenden. Heutzutage gehört ein Vinylboden zu den vorteilhaften Allroundböden, den Sie bei entsprechender Eignung auch in Feuchträumen verlegen können. Je nach Nutzungsklasse können Sie einen Bodenbelag aus Vinyl in privaten Räumen, für gewerbliche Belange oder sogar im industriellen Bereich einsetzten. Aber kommen wir nun zu Ihrer Frage:

Was bedeuten die Nutzungsklassen bei Vinyl?

DIN EN 685! Mit diesen fünf Buchstaben und drei Ziffern erhalten Sie sichere Informationen über die Eigenschaften von Vinylböden. Sie verraten Ihnen, für welchen Bereich dieser Belag hergestellt wurde. Im Fachjargon spricht man von den sogenannten Nutzungsklassen für Vinyl. Diese sind in der Norm DIN EN 685 geregelt und europaweit vergleichbar. Nutzungsklassen helfen dabei, den richtigen Boden für Ihre passenden Anforderungen zu finden.

Die Einteilung der Vinylböden in Nutzungsklassen ist mit jener für Laminat identisch. Grundsätzlich unterscheiden sich die Böden durch die Verwendung in private (20er), gewerbliche (30er) und industrielle (40er) Bereiche. Das sagt die erste Ziffer aus. Die zweite Zahl gibt Ihnen Aufschluss darüber, wie stark der Boden in dem jeweiligen Bereich beansprucht werden kann. Die 1 steht für eine geringe Nutzungsfrequenz, die 2 für eine normale und die 3 für eine starke Beanspruchung.

Welche Nutzungsklasse für privaten Gebrauch?

Die Nutzungsklassen 21, 22 und 23 sind für den privaten Gebrauch geeignet.

  • Für das Schlaf- und Gästezimmer genügt die Nutzungsklasse 21.
  • Im Ess- und Wohnzimmer sind Böden mit der Nutzungsklasse 22 sinnvoll.
  • Einen Vinylboden mit Nutzungsklasse 23 setzen Sie dort ein, wo Sie oft hin- und herlaufen. Diese meist intensiv beanspruchten Räume sind Küchen, Kinderzimmer oder Flure.

Nutzungsklassen sind abwärtskompatibel. Das heißt, dass Sie einen Bodenbelag mit der Nutzungsklasse 31 auch in Ihren privaten Wohnbereich verlegen können. Die Nutzungsklassen finden Sie übrigens in den Produktbeschreibungen unserer Bodenbeläge.


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