Parkett-Holzarten im Überblick: Praxis-Vergleich mit Entscheidungshilfe

Inhaltsverzeichnis

Aus welchem Holz das Massivparkett oder Mehrschichtparkett Ihrer Wahl gefertigt ist, wirkt sich maßgeblich auf den möglichen Anwendungsbereich des Bodenbelags aus. In diesem Ratgeber mit Daten und Hintergrundinformationen erfahren Sie mehr über die Unterschiede und Besonderheiten der gängigen Parkett-Holzarten.

Mit dem Vergleich als Orientierungshilfe können Sie den passenden Parkettboden auswählen und ihn auf Ihre individuellen Bedürfnisse abstimmen.

Gängige Holzarten für Parkett – Details und Tipps für die Auswahl

Mit edlem Mosaikparkett, klassischem Fischgrätparkett oder praktischem Fertigparkett entscheiden Sie sich für einen wahrhaft einzigartigen Boden, denn jede Holzdiele ist ein Unikat. Umso wichtiger ist es, die individuellen Besonderheiten des Naturprodukts bei der Auswahl eines Modells zu berücksichtigen. Die folgenden Informationen zu den gängigsten Parkett-Holzarten samt Anwendungsempfehlung werden Ihnen die Auswahl erleichtern.

Vorab eine kurze Begriffserklärung:

Was ist die Brinellhärte?


Die Brinellhärte gibt die mechanische Widerstandskraft eines Materials (z- B. Holz) gegenüber eindringenden Objekten an. Sie wird mit dem Brinellhärte-Verfahren unter Verwendung einer Hartmetallkugel gemessen und in Newton pro Quadratmillimeter (N/mm2) angegeben. Je höher der Brinell-Wert, desto härter und widerstandsfähiger ist das Material.

Was bedeutet Quell- und Schwindverhalten?


Das Quell- und Schwindverhalten beschreibt die natürliche Eigenschaft von Holz, sich je nach Feuchtigkeitsgehalt auszudehnen (quellen) oder zusammenzuziehen (schwinden). Holzarten mit einem hohen Quell- und Schwindverhalten (z. B. Ahorn) reagieren entsprechend stärker auf die Umgebungsbedingungen als Hölzer mit einem niedrigen oder moderaten Quell- und Schwindverhalten (z. B. Eiche).

Was sagt die Rohdichte von Holz aus?


Die Rohdichte erlaubt eine Aussage über die Härte und Festigkeit einer Holzart, da sie das Verhältnis von Masse (g oder kg) zu Volumen (cm³ oder m³) angibt. Je höher die Rohdichte, desto härter, fester und schwerer ist das Holz.

Eiche

Eiche


Unter den Holzarten für Parkett zählt Eiche zu den unbestrittenen Bestsellern, da sie äußerst robust, widerstandsfähig und fest ist. Besonders beliebt sind Landhausdielen aus Eiche, denn sie bringen das strapazierfähige Naturmaterial in eine schnell und einfach zu verlegende Form. Zudem sorgt das Holz mit seiner einladenden Optik für eine angenehme Raumwirkung.

Herkunft: Europa, Nord- und Zentralamerika, Nordafrika, Eurasien
Farbe: beige bis braun
Porenbild/Maserung: grob, ringporig
Brinellhärte (typischer Bereich): 34 bis 41 N/mm²
Rohdichte (typischer Bereich), Formstabilität 0,65 bis 0,80 g/cm³, hoch
Quell- und Schwindverhalten: moderat
Geeignet für:
  • alle Wohnräume (mit & ohne FBH; für Haustiere geeignet)
  • Bad und Küche (bedingt)
  • Objekte
Privathaushalt geeignet

Empfohlene Oberfläche

  • Behandlung: Öl oder Wachs für ein natürliches Finish
  • Bearbeitung: gebürstet, um die Struktur zu betonen
Privathaushalt geeignet

Besonderheiten & Risiken

  • hohe Designvielfalt, auch sehr dunkle Nuancen möglich bei Räucherung
  • enthält Tannine (mögliche Fleckenbildung bei Metallkontakt)
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Kurz gesagt: Parkett aus Eiche ist ideal für alle normal genutzten und stärker frequentierten Wohnräume oder Objekte, da es dank seiner hohen Formstabilität und Festigkeit sehr widerstandsfähig ist.

Was sind Tannine?

Tannine sind natürliche Gerbstoffe im Holz, die es vor Schädlingsbefall und Fäulnis schützen. Sie besitzen eine reaktive Eigenschaft und können bei Kontakt mit Metall dunkelbraune bis schwarze Flecken im Holz verursachen. Dies gilt vor allem bei einer geölten, offenporigen Holzoberfläche.

Esche

Esche


In Bezug auf die Härte und Widerstandskraft steht Esche der beliebten Eiche in nichts nach, denn sie ist ebenso strapazierfähig. Neben Massivparkett und Fertigparkett wird das langlebige Holz aufgrund seiner guten Biegefestigkeit und Elastizität auch zu Sportgeräten und Werkzeugen verarbeitet. Die Farbgebung ist tendenziell hell, kann bei einigen Sortierungen aber durch dunklere Ringe akzentuiert sein.

Herkunft: Europa, Asien
Farbe: weißlich bis gelblich
Porenbild/Maserung: ringporig
Brinellhärte (typischer Bereich): 34 und 42 N/mm²
Rohdichte (typischer Bereich), Formstabilität 0,69 bis 0,70 g/cm³, hoch
Quell- und Schwindverhalten: moderat
Geeignet für:
  • alle Wohnräume (FBH bedingt; für Haustiere geeignet)
  • Objekte
Privathaushalt geeignet

Empfohlene Oberfläche

  • Behandlung: Öl oder Wachs für ein natürliches Finish
  • Bearbeitung: geschliffen, um die feine Optik zu unterstreichen
Privathaushalt geeignet

Besonderheiten & Risiken

  • kann sich bei direkter Sonneneinstrahlung verfärben (Lösung: UV-Schutzöl verwenden und regelmäßig auffrischen)
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Kurz gesagt: Parkett aus Esche ist ideal als helle Alternative zu Eichenparkett für normal genutzte und stärker frequentierte Wohnräume und Objekte, da es trotz der dezenteren Farbe ebenso fest, beständig und langlebig ist.

Ahorn

Ahorn


Angesichts seiner hellen, freundlichen Farbe ist die Beliebtheit von Ahorn als Parkettboden leicht nachvollziehbar. Starke Kontraste oder eine markante Maserung sind hier nicht zu finden, sodass Holzböden aus Ahorn gleichmäßig und ruhig wirken. Doch obwohl die zarten Nuancen das Holz fein und dezent erscheinen lassen, ist es hart und widerstandsfähig.

Herkunft: Nordamerika, Europa, Asien
Farbe: cremeweiß bis hellgelb
Porenbild/Maserung: fein, dezent
Brinellhärte (typischer Bereich): 27 bis 41 N/mm²
Rohdichte (typischer Bereich), Formstabilität 0,62 bis 0,72 g/cm³, mittel
Quell- und Schwindverhalten: hoch
Geeignet für:
  • normal beanspruchte Wohnräume (FBH bedingt; keine Haustiere)
Privathaushalt geeignet

Empfohlene Oberfläche

  • Behandlung: Öl für ein natürliches Finish oder Lack für maximalen Schutz
  • Bearbeitung: geschliffen, um die feine Optik zu unterstreichen
Privathaushalt geeignet

Besonderheiten & Risiken

  • kratzanfälligere Oberfläche
  • geöltes Ahorn-Parkett kann durch Sonneneinstrahlung mit der Zeit vergilben (Lösung: UV-Schutzöl verwenden oder Lackversiegelung wählen)
  • kanadischer Ahorn ist widerstandsfähiger und somit auch für Haustiere und Objekte geeignet
  • nachhaltige Option, da Ahorn schnell nachwächst
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Kurz gesagt: Parkett aus Ahorn ist ideal für normal beanspruchte Wohnräume (z. B. Schlafzimmer und Wohnzimmer), da es dank seiner hellen Farbe für eine freundliche, wohnliche Atmosphäre sorgt.

Buche

Buche


Parkett aus Buche verleiht dem Raum eine gemütliche Atmosphäre, da die typischerweise rotbräunliche Farbe warm und freundlich wirkt. In Bezug auf die Härte und Widerstandskraft kann Buche mit robustem Eichenholz mithalten. Lediglich die Formstabilität ist deutlich geringer, sodass diese Holzart stark auf Veränderungen in der Raumtemperatur und Luftfeuchtigkeit reagiert.

Herkunft: Nordamerika, Europa, Asien
Farbe: hellgelb bis rotbraun
Porenbild/Maserung: fein, gleichmäßig
Brinellhärte (typischer Bereich): 34 bis 38 N/mm²
Rohdichte (typischer Bereich), Formstabilität 0,68 bis 0,72 g/cm³, hoch
Quell- und Schwindverhalten: hoch
Geeignet für:
  • alle Wohnräume (FBH bedingt; für Haustiere geeignet)
  • Objekte
Privathaushalt geeignet

Empfohlene Oberfläche

  • Behandlung: Öl für ein natürliches Finish oder Lack für maximalen Schutz Bearbeitung: geschliffen, um die gleichmäßige Maserung zu betonen
Privathaushalt geeignet

Besonderheiten & Risiken

  • erfordert aufgrund des hohen Quell- und Schwindverhaltens ein stabiles Raumklima
  • verfärbt sich bei direkter Sonneneinstrahlung noch rötlicher/dunkler (Lösung: UV-Schutzöl verwenden oder Lackversiegelung wählen)
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Kurz gesagt: Parkett aus Buche ist ideal für alle normal beanspruchten und stärker frequentierten Wohnräume oder Objekte, da es robust, widerstandsfähig und langlebig ist. Buchenholz ist eine gute Option für alle, die eine rötlich getönte und somit etwas wärmere Alternative zu gelblicher Esche oder bräunlicher Eiche suchen.

Kirsche

Kirsche


Seinen Ruf als edle, ausdrucksstarke Holzart für Parkett verdankt Kirsche vor allem der unverkennbaren Maserung. In Verbindung mit dem goldgelben bis rötlich-braunen Farbspektrum entsteht eine einzigartige Optik, die speziell in größeren Wohnräumen sowie in repräsentativen Objekten optimal zur Geltung kommt. Ähnlich wie Buche dunkelt die Farbe dieser mittelharten Holzart mit der Zeit nach und wird intensiver.

Herkunft: Europa, Nordamerika
Farbe: gelblich/goldfarben bis rötlich/bräunlich
Porenbild/Maserung: fein, gleichmäßig
Brinellhärte (typischer Bereich): 23 bis 31 N/mm²
Rohdichte (typischer Bereich), Formstabilität 0,57 bis 0,70 g/cm³, mittel
Quell- und Schwindverhalten: hoch
Geeignet für:
  • alle Wohnräume (FBH bedingt; für Haustiere geeignet)
  • repräsentative Objekte
Privathaushalt geeignet

Empfohlene Oberfläche

  • Behandlung: Öl für ein natürliches Finish oder Lack für maximalen Schutz
  • Bearbeitung: geschliffen, um die gleichmäßige Maserung zu betonen
Privathaushalt geeignet

Besonderheiten & Risiken

  • verfärbt sich bei direkter Sonneneinstrahlung dunkel/rötlich (Lösung: UV-Schutzöl verwenden oder Lackversiegelung wählen)
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Kurz gesagt: Parkett aus Kirsche ist ideal als edler Belag für alle normal genutzten und stärker frequentierten Wohnräume oder repräsentative Objekte, da es widerstandsfähig, robust sowie gleichmäßig gemasert ist und eine elegante Farbgebung aufweist.

Nussbaum

Nussbaum


In Bezug auf die Anwendungsbereiche und die Ästhetik ist Nussbaum mit Kirsche vergleichbar, allerdings weist es deutlich dunklere Nuancen auf. Das Farbspektrum des mittelharten Holzes reicht von hellen Brauntönen bis hin zu Schwarzbraun. Diese Vielfalt spiegelt sich besonders eindrucksvoll in lebhaften Sortierungen von Mosaikparkett aus Nussbaum wider.

Herkunft: Europa, Nordamerika, Asien
Farbe: hellbraun bis schwarzbraun
Porenbild/Maserung: halbringporig, lebhaft
Brinellhärte (typischer Bereich): 25 bis 35 N/mm²
Rohdichte (typischer Bereich), Formstabilität 0,58 bis 0,65 g/cm³, mittel
Quell- und Schwindverhalten: moderat
Geeignet für:
  • alle Wohnräume (FBH bedingt; für Haustiere geeignet)
  • repräsentative Objekte
Privathaushalt geeignet

Empfohlene Oberfläche

  • Behandlung: Öl für ein natürliches Finish oder Lack für maximalen Schutz Schutz
  • Bearbeitung: geschliffen, um die elegante Optik zu unterstreichen
Privathaushalt geeignet

Besonderheiten & Risiken

  • verfärbt sich bei direkter Sonneneinstrahlung dunkel/schokoladenbraun (Lösung: UV-Schutzöl verwenden oder Lackversiegelung wählen)
  • eher für größere Räume geeignet, da es durch die dunkle Farbe erdrückend in kleinen Räumen wirken kann
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Kurz gesagt: Parkett aus Nussbaum ist ideal als Blickfang in normal genutzten und stärker frequentierten Wohnräumen sowie Objekten mit repräsentativem Charakter, da es widerstandsfähig und stabil ist sowie eine elegante, dynamische Farbe besitzt.

Welches Holz für Parkett? Alles Wichtige kurz zusammengefasst

Kurz gesagt gibt es nicht die eine, perfekte Holzart für Parkett, da jedes Holz bestimmte Vor- und Nachteile aufweist. Die Wahl sollte somit unter Berücksichtigung Ihrer individuellen ästhetischen Vorstellungen sowie des geplanten Einsatzbereichs getroffen werden. Im Folgenden finden Sie alle wichtigen Grundregeln zur Holzauswahl im Überblick:

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Gängige Holzarten für Parkett

Zu den gängigen Holzarten für Parkett zählen Eiche, Esche, Buche, Ahorn, Kirsche und Nussbaum. Sie unterscheiden sich in Bezug auf ihre Eigenschaften, ihre möglichen Verwendungsbereiche sowie ihre Wirkung im Raum.

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Holz ist nicht gleich Holz

Die Eigenschaften und möglichen Anwendungsbereiche einiger Holzarten können je nach Anbauregion unterschiedlich sein. So ist kanadischer Ahorn beispielsweise deutlich widerstandsfähiger als europäischer Ahorn.

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Warum auch die Parkettart zählt

Um welche Parkettart es sich handelt, kann sich auf die möglichen Einsatzbereiche des Belags auswirken. Einige Hölzer sind nur in mehrschichtiger Ausführung als Parkett für Fußbodenheizung geeignet, da die verschiedenen Schichten die natürlichen Bewegungen des Holzes hier begrenzen. Dies ist bei der massiven, einschichtigen Variante nicht gegeben.

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Unterschiede der möglichen Oberflächenbehandlungen

Eine Behandlung mit Öl oder Wachs verleiht dem Holz eine rustikale, naturbelassene Optik. Der Pflegeaufwand ist dabei etwas höher. Mit Lack behandelte Holzböden sind hingegen pflegeleichter, ihre Oberfläche ist aber absolut glatt und wirkt somit weniger natürlich. Ob das Parkett geölt oder lackiert werden sollte, hängt daher von Ihren individuellen Bedürfnissen ab.

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Zusammenhang zwischen Oberflächenbearbeitung und Maserung

Eine gebürstete Oberfläche ist ideal für Holz mit einer lebhaften, markanten Maserung, da sie die naturgegebene, rustikale Struktur hervorhebt. Ein Schliff erzeugt hingegen eine glattere Oberfläche, die die feine Optik von Holzarten mit gleichmäßiger Maserung optimal zur Geltung bringt.

Überblick über weitere Holzarten

Holzart Eiche

Ahorn


Farbe sehr hell
Maserung/Poren fein
Härte mittel
Formstabilität niedrig–mittel
Nachdunkeln deutlich (gelblich)
FBH bedingt
Bad ungeeignet
Pflegeaufwand mittel–hoch

Besonderheiten:

neigt zu Vergilbung; empfindlicher gegen Kratzer

Holzart Akazie

Akazie (Robinie)


Farbe honig–dunkel
Maserung/Poren fein–mittel
Härte hart
Formstabilität hoch
Nachdunkeln mittel
FBH geeignet
Bad bedingt
Pflegeaufwand mittel

Besonderheiten:

sehr zäh; gute Alternative für dunklere Optik

Holzart Bambus

Bambus


Farbe hell–mittel (je nach Verarbeitung)
Maserung/Poren linear, fein
Härte mittel–hart
Formstabilität mittel
Nachdunkeln gering–mittel
FBH bedingt
Bad ungeeignet
Pflegeaufwand mittel

Besonderheiten:

Quell-/Schwindverhalten quer zur Faser beachten; technisch verdichtet sehr hart

Holzart Birke

Birke


Farbe hell
Maserung/Poren fein
Härte weich–mittel
Formstabilität niedrig
Nachdunkeln mittel
FBH bedingt
Bad ungeeignet
Pflegeaufwand mittel

Besonderheiten:

ruhige, helle Optik; weniger robust

Holzart Birne

Birne


Farbe warm rötlich
Maserung/Poren sehr fein
Härte mittel
Formstabilität mittel
Nachdunkeln mittel–stark
FBH bedingt
Bad ungeeignet
Pflegeaufwand mittel

Besonderheiten:

elegante, ruhige Fläche; eher selten

Holzart Buche

Buche


Farbe hell–rötlich
Maserung/Poren fein
Härte mittel–hart
Formstabilität niedrig (arbeitet stark)
Nachdunkeln stark
FBH bedingt
Bad ungeeignet
Pflegeaufwand mittel–hoch

Besonderheiten:

schwindfreudig; sorgfältige Klimaführung nötig

Holzart Cabreuva (Santos)

Cabreuva (Santos)


Farbe mittel–dunkel
Maserung/Poren fein–mittel
Härte sehr hart
Formstabilität mittel
Nachdunkeln mittel–stark
FBH bedingt
Bad ungeeignet
Pflegeaufwand mittel

Besonderheiten:

dichte Oberfläche; teils kräftige Farbschwankungen

Holzart Cumaru

Cumaru


Farbe dunkelbraun
Maserung/Poren mittel–grob
Härte sehr hart
Formstabilität mittel
Nachdunkeln mittel
FBH bedingt
Bad ungeeignet
Pflegeaufwand mittel

Besonderheiten:

sehr schwer; kann spröde wirken

Holzart Eiche

Eiche


Farbe mittel–dunkel
Maserung/Poren grob, ringporig
Härte hart
Formstabilität hoch
Nachdunkeln mittel
FBH geeignet
Bad bedingt
Pflegeaufwand mittel

Besonderheiten:

enthält Tannine (Reaktion mit Metall, dunkle Flecken möglich); sehr vielseitig, räucherbar optional: Durch Räuchern dunkel

Holzart Esche

Esche


Farbe hell
Maserung/Poren markant, ringporig
Härte mittel
Formstabilität mittel
Nachdunkeln mittel
FBH bedingt
Bad ungeeignet
Pflegeaufwand mittel

Besonderheiten:

kräftige Zeichnung; gute helle Alternative

Holzart Iroko

Iroko


Farbe gold–braun
Maserung/Poren mittel
Härte mittel–hart
Formstabilität hoch
Nachdunkeln gering–mittel
FBH geeignet
Bad bedingt
Pflegeaufwand gering–mittel

Besonderheiten:

natürlich ölhaltig; dimensionsstabil

Holzart Jatoba

Jatoba


Farbe rötlich–kastanien
Maserung/Poren fein–mittel
Härte sehr hart
Formstabilität mittel
Nachdunkeln stark
FBH bedingt
Bad ungeeignet
Pflegeaufwand mittel

Besonderheiten:

dunkelt stark nach; kann zu Mineralstreifen neigen

Holzart Kirsche

Kirsche


Farbe warm rötlich
Maserung/Poren fein
Härte mittel
Formstabilität mittel
Nachdunkeln stark
FBH bedingt
Bad ungeeignet
Pflegeaufwand mittel

Besonderheiten:

deutliche Nachdunklung; edle Optik

Holzart Lärche

Lärche


Farbe gelblich–rötlich
Maserung/Poren deutlich, harzreich
Härte weich–mittel
Formstabilität niedrig–mittel
Nachdunkeln mittel
FBH bedingt
Bad ungeeignet
Pflegeaufwand mittel

Besonderheiten:

Harzkanäle; weicher – schnellerer Gebrauchsglanz

Holzart Mahagoni (Khaya / Sipo)

Mahagoni (Khaya / Sipo)


Farbe rötlich–braun
Maserung/Poren fein–mittel
Härte mittel
Formstabilität mittel–hoch
Nachdunkeln mittel
FBH geeignet
Bad bedingt
Pflegeaufwand gering–mittel

Besonderheiten:

warm, edel; gleichmäßige Fläche

Holzart Massaranduba

Massaranduba


Farbe dunkel rötlich
Maserung/Poren fein
Härte sehr hart
Formstabilität niedrig–mittel
Nachdunkeln stark
FBH bedingt
Bad ungeeignet
Pflegeaufwand mittel

Besonderheiten:

sehr schwer/dicht; arbeitet bei Klimawechseln

Holzart Merbau

Merbau


Farbe dunkel rotbraun
Maserung/Poren mittel–grob
Härte hart–sehr hart
Formstabilität hoch
Nachdunkeln mittel–stark
FBH geeignet
Bad ungeeignet
Pflegeaufwand mittel

Besonderheiten:

wasserlösliche Inhaltsstoffe → Ausbluten/Verfärbungen möglich

Holzart Muiracatiara (Tigerwood)

Muiracatiara (Tigerwood)


Farbe braun mit Streifen
Maserung/Poren markant gestreift
Härte hart
Formstabilität mittel
Nachdunkeln mittel–stark
FBH bedingt
Bad ungeeignet
Pflegeaufwand mittel

Besonderheiten:

starke Streifenoptik

Holzart Nussbaum

Nussbaum (amer./europ.)


Farbe mittel–dunkel
Maserung/Poren fein–mittel
Härte mittel
Formstabilität mittel
Nachdunkeln mittel
FBH bedingt
Bad ungeeignet
Pflegeaufwand mittel

Besonderheiten:

lebhaftes Farbspiel; edel

Holzart Panga Panga

Panga Panga


Farbe sehr dunkel
Maserung/Poren grob, bandartig
Härte hart
Formstabilität mittel
Nachdunkeln mittel
FBH bedingt
Bad ungeeignet
Pflegeaufwand mittel

Besonderheiten:

ähnlich Wenge; markante Poren

Holzart Roteiche

Roteiche


Farbe mittel
Maserung/Poren grob, ringporig
Härte mittel
Formstabilität mittel
Nachdunkeln mittel
FBH geeignet
Bad ungeeignet
Pflegeaufwand mittel

Besonderheiten:

offener Porenbau (keine Tylosen)

Holzart Sucupira

Sucupira


Farbe dunkel schokoladig
Maserung/Poren mittel–grob
Härte sehr hart
Formstabilität mittel
Nachdunkeln stark
FBH bedingt
Bad ungeeignet
Pflegeaufwand mittel

Besonderheiten:

neigt zu starker Nachdunklung

Holzart Teak

Teak


Farbe goldbraun
Maserung/Poren fein–mittel
Härte mittel
Formstabilität hoch
Nachdunkeln gering–mittel
FBH geeignet
Bad bedingt
Pflegeaufwand gering–mittel

Besonderheiten:

öl-/kautschukhaltig, sehr tolerant

Holzart Ulme

Ulme


Farbe mittel
Maserung/Poren ringporig, lebhaft
Härte mittel
Formstabilität mittel
Nachdunkeln mittel
FBH bedingt
Bad ungeeignet
Pflegeaufwand mittel

Besonderheiten:

charakterstarke Maserung

Holzart Wenge

Wenge


Farbe sehr dunkel
Maserung/Poren sehr grob
Härte sehr hart
Formstabilität mittel
Nachdunkeln mittel
FBH bedingt
Bad ungeeignet
Pflegeaufwand mittel

Besonderheiten:

kann verfärben (Mineralien); Staub sensibilisierend

FAQ

Welche Holzarten eignen sich am besten als Parkett für eine Warmwasser-Fußbodenheizung?

Für eine Fußbodenheizung eignen sich grundsätzlich die Holzarten Eiche, Kirsche und Nussbaum, da sie eine gute Wärmeleitfähigkeit besitzen und nur gering bis moderat auf Temperaturschwankungen reagieren. Neben der Holzart kann die Eignung jedoch auch von der Parkettart (Massivparkett oder Mehrschichtparkett) abhängen. Die individuellen Herstellerangaben sind daher stets zu beachten.

Welche Hölzer dunkeln stark nach?

Buche, Kirsche und Nussbaum dunkeln durch Licht und Luft stark nach, insbesondere bei direkter Sonneneinstrahlung. Dieser Effekt kann gewollt sein, lässt sich aber mit speziellen UV-Schutzölen oder durch eine Lackversiegelung verhindern.

Welche Holzarten eignen sich als Parkett im Bad?

Als Parkett im Badezimmer sind unter anderem die Holzarten Eiche, Merbau, Afromosia, Iroko und Teak gut geeignet, da sie kaum auf Veränderungen des Raumklimas reagieren und somit als „ruhige“ Hölzer gelten. Wer auf Tropenholz verzichten möchte, kann entweder ein für das Badezimmer freigegebenes Eichenparkett wählen oder alternativ Vinyl im Badezimmer verlegen.

Reaktionsneigung: Welche Hölzer können Flecken oder Verfärbungen entwickeln?

Eichenholz neigt zur Bildung dunkler Flecken, wenn die enthaltenen Tannine (natürliche Gerbstoffe) mit Metall in Kontakt kommen. Eine Verfärbung bzw. Verdunkelung kann mit der Zeit auch bei Nussbaum, Kirsche und Buche auftreten, typischerweise als Reaktion auf direkte Sonneneinstrahlung.

Holz für Parkett: Welche Alternativen zu Tropenhölzern gibt es?

In Bezug auf die möglichen Einsatzbereiche ist Eichenholz eine gute Alternative zu Tropenhölzern wie Teak, Iroko oder Afromosia, da es ebenfalls für Feuchträume geeignet ist. Hierbei sind allerdings die individuellen Herstellerangaben zu beachten.

Im Hinblick auf die Ästhetik sind Nussbaum und Kirsche eine gute Alternative zu dunklen Tropenhölzern wie Panga Panga, Cumaru oder Merbau, denn sie weisen eine ebenso vielschichtige, intensive Farbgebung auf.

Wie unterscheiden sich Bambus und Harthölzer?

Der wesentliche Unterschied besteht darin, dass Bambus botanisch gesehen ein Gras ist und somit anders als Harthölzer (z. B. Eiche, Buche, Ahorn) nicht von einem Baum stammt. Bambus ist zudem nachhaltiger und im Durchschnitt günstiger als Hartholz, da es deutlich schneller nachwächst.

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